3. Juli 2009

V.l.n.r.: Rosel Klepel, Lothar Scheel, Hendrick Just, Sylvia Drendel, Christian Kara, Julian Schily, Nikolaus Hoffmann
Nach zehnmonatiger Bauzeit konnte am 01. Juli 2009 das Hospiz Friedensberg in Lauchhammer eröffnet werden. 200 Gäste waren in das südliche Brandenburg gekommen um bei der feierlichen Schlüsselübergabe dabei zu sein. Träger der Einrichtung für schwerstkranke Menschen ist der Verein „Hospiz Senftenberg AWW e.V.”. Bereits 2006 ging das Advent-Wohlfahrtswerk in Brandenburg eine Kooperation mit einem ambulanten Hospizdienst in Senftenberg ein, um den Neubau eines stationären Hospizes gemeinsam zu realisieren.
In dem eingeschossigen Gebäude werden unheilbar kranke Patienten in ihrer letzten Lebensphase medizinisch, sozial und seelsorgerlich betreut. Hierzu stehen speziell ausgebildete Pflegekräfte zur Verfügung, die neben der Versorgung der Patienten auch für die Begleitung der Angehörigen zur Verfügung stehen. Insgesamt kostete das Projekt etwa 1,425 Millionen Euro. Finanziert wurde das Bauvorhaben zu ca. 20 Prozent aus Eigenmitteln, die größtenteils von Gemeinden und Institutionen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten und des Advent-Wohlfahrtswerks gespendet wurden. Darüberhinaus haben auch private Spenden sowie kostenlose Bauleistungen von Firmen aus der Region in nicht unerheblichem Umfang die Finanzierung des Bauprojektes ermöglicht.
Zur Einweihungsfeier in der nahegelegenen Friedenskirche brachten Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Sozialverbänden in Grußworten ihre Verbundenheit mit diesem Projekt zum Ausdruck. Lothar Scheel lobte als Vorsitzender des Trägervereins insbesondere das große Engagement der ehrenamtlichen Helfer aus dem Bereich der ambulanten Hospizarbeit, die durch Benefizveranstaltungen potentielle Förderer des Hospizes gewinnen konnten. In seiner Festrede betonte Karl-Heinz Walter als Vertreter der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten, dass es originärer Auftrag von Kirche sei, dort präsent zu sein, wo es den Menschen weh tut. „Das biblische Beispiel vom barmherzigen Samariter fordert den Glaubenden auf, Nächstenliebe zu praktizieren. Weil Christen glauben, dass sie von Gott mit einer unverlierbaren Würde ausgestattet sind, können sie auf andere in bedingungsloser Nächstenliebe zugehen”, so Walter weiter.
Im Anschluss an die Einweihungsfeier durchschnitten Georg Remmert und Sylvia Drendel symbolisch das Band im Eingangsbereich. „Wir freuen uns, bereits in der kommenden Woche die ersten Gäste aufnehmen zu können”, so Remmert.
Das Hospiz Friedensberg in Lauchhammer hat 10 Einzelzimmer für Patienten und 2 Gästezimmer für Angehörige. Die Versorgung, Pflege und Begleitung wird von 15 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in Voll- oder Teilzeit erbracht. Die Geschäftsführung wird durch Georg Remmert und Sylvia Drendel wahrgenommen. Sylvia Drendel leitet seit 2005 den ambulanten Hospizdienst in Senftenberg, Georg Remmert ist seit einigen Jahren Geschäftsführer des stationären Christopherus Hospizes in Berlin. (K-H.W.)
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30. Juni 2009

Der Tag der offenen Tür am vergangenen Samstag war ein voller Erfolg. Anwohner aus der Nachbarschaft, Partnern des ambulanten Hospizdienstes und zukünftige Partener des stationären Hospizes, Vertreter ambulanter Pflegedienste und Ärzte, Mitglieder aus Adventgemeinden und verschiedenen Kirchen der Region und einfach nur Neugierige waren gekommen um zu sehen, was da in Lauchhammer entstanden ist. Vertreter des Trägers und Mitarbeiterinnen des Hospizes hatten ab 10:00 Uhr den ganzen Tag zu tun, all den interessierten Leuten das Haus, die Funktionen, die zukünftige Arbeit und das Team vorzustellen. Darunter auch etliche Angehörige, die schon fast ungeduldig darauf warten, dass ein schwerkrankes Familienmitglied einen Platz im Hospiz bekommt. Begeistert waren die Besucher von den geschmackvoll eingerichteten Einzelzimmern für die Gäste mit der Möglichkeit der ganz individuellen Versorgung ob pflegerisch oder psycho-sozial. Alles ist darauf ausgerichtet, schwerstkranken und sterbenden Menschen auf ihrem allerletzten Lebensabschnitt zu begleiten, Leiden uns Schmerzen so weit wie möglich zu lindern, aber vor allem Zeit und Zuwendigung geben und ein Abschied vom Leben in Würde zu ermöglichen. (LS)
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26. Juni 2009

Heute war Endreinigung angesagt. Zwar arbeiteten noch verschiedene Gewerke mit Hochdruck an den restlichen Arbeiten, Möbellieferanten bauten die Einrichtung auf und die Mitarbeiterinnen versuchten sich dazwischen mit der Endreinigung des Hauses. Der Aufenthaltsraum mit integrierter Einbauküche für Gäste und Angehörige ist fertig eingerichtet. Auch die Patientenzimmer sind nun komplett, nachdem heute die Betten geliefert wurden. Endlich hängen auch alle Lampen im Foyer - höchste Zeit, denn am morgigen Samstag ist “Tag der Offenen Tür”.
Jedermann ist in der Zeit von 10 - 17 Uhr herzlich willkommen. (LS)
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25. Juni 2009

Auch im Außenbereich geht es voran. Auf den Terassen werden die Platten verlegt. Schließlich muss noch das Geländer montiert werden, damit die Terasse auch benutzt werden kann. Mit schwerer Technik und etlichen ehrenamtlichen Helfern wird die Baustelle in den nächsten Tagen wieder in ein ansehnliches Grundstück verwandelt. (LS)
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22. Juni 2009

Der Countdown läuft. Nur noch 10 Tage bis zur Eröffnung des Hospizes am 1. Juli. Bis zur buchstäblichen letzten Minute sind noch tausend Kleinigkeiten zu erledigen. Ob es nun die fehlenden Scheuerleisten in einigen Räumen sind, die Silikonfugen in den Sanitärräumen, technische Details an der Heizung, restliche Malerarbeiten - es gibt überall noch viel zu tun.
Aber es gibt auch noch ein paar größere Brocken zu heben. Einer davon ist nach wie vor der schmerzhafte Verzug der Trockenbaufirma. “Einer kann eben alles versauen” - und sei es, dass der bis fast zum Schluß eingehaltene Zeitplan dann doch noch platzt und es für alle sehr eng wird.
Ab heute werden die Möbel geliefert und aufgestellt. Alle sonstigen Einrichtungsgegenstände kommen an ihren vorgesehenen Platz. Die zukünftigen Mitarbeiterinnen im Hospiz sind dabei, ihre künftige Wirkungsstätte betriebsbereit zu machen.
Apropos betriebsbereit: Der Projektsteuerer und zuküftige Geschäftsführer Herr Georg Remmert teilte mit, dass von Seiten des Trägers alle erforderlichen Anträge gestellt und alle Voraussetzungen zur Erteilung der Betriebsgenehmigung ab 01.07.2009 erfüllt sind. Die Ampeln an der Startlinie sind bereits auf gelb gegangen und in ein paar Tagen werden sie auf grün schalten. Mit der Erteilung der Betriebserlaubnis und der Eröffnung des Hospizes Friedensberg am 1. Juli 09 wird fest gerechnet. (LS)
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18. Juni 2009

Am Ende ist der Zeitplan leider doch noch unter die Räder gekommen. Der Tischler hat die Türzargen offenbar in Verkennung der Schnelligkeit beim Innenausbau zu spät bestellt. So konnten sie nicht termingerecht eingebaut werden, was wiederum für Maurer, Maler und Fußbodenleger zur Konsequenz hatte, dass die ebenfalls nicht zur Zeit fertig wurden. So fehlten noch ein paar Tage bis zur endgültigen Beendigung der Bauarbeiten. Ärgerlich - aber nicht zu ändern und auch kein Grund, den 17. Juni ganz zu streichen. So wurde gestern das Haus im Rahmen einer kleinen Feier gemeinsam mit den Projektsteuerern, den Architekten, der Bauleitung, der zukünftigen Geschäftsführung und Pflegedienstleitung sowie einigen ehrenamtlichen Hospizhelfern, die sich in den vergangenen Wochen und Monaten besonders engagiert hatten, das Haus in Besitz genommen. Heute haben die zukünftigen Mitarbeiterinnen mit der Reinigung des Hauses begonnen, Wäsche, Geschirr und Gebrauchsmaterial müssen gekauft, Möbel ausgepackt und alles für den Betrieb fertig gemacht werden. 14 Tage noch sind es bis zur offiziellen Einweihung und dem Betriebsbeginn am 1. Juli. (LS)
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12. Juni 2009

Die erste Lampe hängt in der “Laterne”, dem etwa 5 Meter hohen Mittelbereich des Foyers. Nach ihrem Muster werden in den nächsten Tagen weitere Lampen von einer Cottbuser Firma gebaut. (LS)
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11. Juni 2009

Die Fliesen- und Fußbodenleger haben ihre Arbeiten weitgehend abgeschlossen. Das Parkett muss noch geschliffen und versiegelt werden, keine einfache Sache, wenn bereits Möbel angeliefert werden und im Haus zwischengelagert werden müssen. Das ist vor allem eine logistische Herausforderung, um das Chaos und Entnervung bei allen noch auf der Baustelle tätigen zu vermeiden.
Auch im Außenbereich gehen die Arbeiten zügig voran. Die Betonelemente für die umlaufende Terasse sind gesetzt. In den nächsten Tagen wird der Boden verlegt und das Geländer angebracht, sodass auch die Terassen pünktlich fertig werden. Und dann sind natürlich noch jede Menge Erdarbeiten im Grundstück zu leisten. Einige Firmen der Region haben ihre Hilfe zugesagt, die sie zum Teil kostenlos oder sehr kostengünstig leisten wollen. Ergänzt wird das durch ehrenamtliche Einsätze von Hospizhelfern und anderen Freunden des Hospiz-Neubaus. (LS)
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4. Juni 2009

Nachdem die letzten Lücken im Dach geschlossen sind und auch die “Laterne” auf dem Dach ihre Verkleidung erhalten hat, ist die Außenhülle des Gebäudes so gut wie fertig. Ein paar Kleinigkeiten sind noch nachzubessern, dann kann das Gerüst abgebaut werden. Damit gehen die Außenarbeiten am Baukörper in die Endrunde. Es fehlen noch die Außenbalkone, die in den nächsten Tagen montiert werden. Damit erhält jedes Zimmer einen eigenen Außenbereich, der groß genug ist, um bei schönem Wetter das Bett der Patienten aus dem Zimmer auch direkt “ins Grüne” fahren zu können. (LS)
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3. Juni 2009

Dank entsprechender Zusatzstoffe im Fußbodenstrich ist die Restfeuchte bereits nach wenigen Tagen geringer als erforderlich. So konnte heute bereits mit dem Verlegen des Parketts begonnen werden. Das Stabparkett macht sich gut in den Patientenzimmern und wird den Räumen ein wohnliches Flair verleihen. (LS)
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